Anläßlich des 125. Geburtstags von Gabriela Mistral

 

Foto Gabriela Mistral für Beitrag

 

Am 7. April wäre die chilenische Dichterin Gabriela Mistral 125 Jahre alt geworden: sie gewann als erste Frau aus Lateinamerika im Jahr 1945 den Nobelpreis für Literatur.

In der chilenischen und lateinamerikanischen Dichtung setzte diese Frau Maßstäbe, denn  zu ihren Schlüsselthemen zählen die Natur, die Liebe, die Mutterliebe, vor allem aber die lateinamerikanische Identität. Diese ist durch die Ureinwohner geprägt – in Chile die Mapuche -und durch europäische Einflüsse.

1904 veröffentlichte Mistral einige ihrer ersten Gedichte, Ensoñaciones (“Träume”), Carta Íntima (“Intimer Brief”) und Junto al Mar (“Am Meer”) in der lokalen Zeitung “El Coquimbo”, einer radikalen Tageszeitung, außerdem in dem Blatt “La Voz de Elqui”.

Mistral arbeitete als Lehrerin und lernte um 1906 Romelio Ureta kennen – der sich 1909 umbrachte.

Der Tod war schon vorher ein Schlüsselthema in Mistrals Schriften. Sie beschäftigte sich nach dem Selbstmord Uretas noch eingehender und mehr als die vorangegenen Generationen lateinamerikanischer Dichter mit dem Thema “Leben und Tod”.

Über ihr Privatleben war wenig bekannt, obgleich sie intensive Freundschaften pflegte.

Sie lebte und arbeitete eine Zeitlang in Paris und Madrid, außerdem in Napoli, Lissabon, Nizza, Petrópolis, Los Angeles, Santa Barbara, Veracruz, Rapallo und New York. Als Konsulin in Madrid arbeitete sie auch mit Pablo Neruda zusammen, Nobelpreisträger und selbst Konsul.

Mistrals zweiter großer Gedichtband “Tala” erschien 1938 in Buenos Aires – unter Mithilfe ihrer langjährigen Freundin Victoria Ocampo. Die Einnahmen wurden an die Waisenkinder des Spanischen Bürgerkriegs gespendet.

Gabriela Mistral gewann zahlreiche Literaturpreise, u.a. 1914 “Juegos Florales” für ihre “Sonetos de la Muerte” (Todessonette), 1945 den Literaturnobelpreis und 1951 den chilenischen Nationalpreis für Literatur.

Der 22. Dezember 1914 war ein wichtiger Moment in Mistrals beruflichen Erfolg: man verlieh ihr den ersten Preis bei dem Bundesliteraturwettbewerb “Juego Florales” in Santiago für ihr Werk “Sonetos de la Muerte”. Das Pseudonym “Gabriela Mistral” benutzte sie seit  Juni 1908 für viele ihrer Veröffentlichungen. Nach der Preisverleihung veröffentlichte sie gelegentlich auch unter ihrem richtigen Namen Lucilla Godoy. Der Name Gabriela Mistral stammt von zweien ihrer Lieblingsdichter, Gabriele D’Annunzio and Frédéric Mistral oder, wie eine anderes Gerücht besagt, entstammt er einer Komposition des Erzengels Gabriel und dem Mistralwind der Provence.

mädchenradio gratuliert nachträglich einer herausragenden Schriftstellerin.

 

Felicitaciones!