Penelope Cruz – Geburtstagsmädel vom 28. April (8. Sendung)

 

Die spanische Schauspielerin wurde 1974 geboren und blickt heute auf eine der größten Filmkarrieren Spaniens zurück.

Nachdem sie im spanischen Nationalkonservatorium neun Jahre klassisches Ballett studiert hatte, gewann sie mit fünfzehn einen Talentwettbewerb und erhielt verschiedene Rollen in spanischen Fernsehshows und in Musikvideos. Mit ihrem Auftritt in dem Musikvideo „La Fuerza des Destino“ erlangte sie 1988 in Spanien erstmals eine gewisse Berühmtheit.

Ihr dritter Spielfilm „Belle Epoque“ (1992) erhielt einen Oscar.

Penelope Cruz spielt darin eine von vier Schwestern, die um die Gunst eines attraktiven Deserteurs konkurrieren.

Pro Jahr drehte sie dann mindestens drei bis vier Filme, so dass ihre Filmografie rasch anwuchs. In „Carne trémula“- „Live Flesh- mit Haut und Haaren“ aus dem Jahr 1997 drehte sie erstmals mit Spaniens renommiertestem Regisseur Pedro Almdovar, der später ihr Türöffner zum internationalen Film wurde.

1998 erlebte sie einen Höhepunkt ihrer Filmkarriere mit der Verleihung des Goya-Filmpreises für ihre Rolle in „Das Mädchen Deiner Träume“.

Der internationale Durchbruch gelang ihr 1999 mit dem Almodovarstreifen „Todo sobre mi madre“ – „Alles über meine Mutter“, in dem sie eine schwangere, AIDS-kranke Nonne verkörpert.

Während Ihrer Zeit in den USA spielte sie u.a. an der Seite von Johnny Depp & Matt Damon, aber der ganz große Erfolg blieb ihr trotz einigen großen Filmrollen dort verwehrt.

2006 war es dann für die Spanierin (nicht nur dem Äußeren nach sondern auch im Herzen) an der Zeit, in ihr Heimatland zurückzukehren. Dort bekam sie sehr bald eine Belohnung für ihre Heimattreue und erhielt für ihre herausragende Leistung in Pedro Almodovars Tragik Komödie „Volver- Zurückkehren“ den Darstellerpreis der 59. Internationalen Filmfestspiele in Cannes sowie den Europäischen Filmpreis als beste Darstellerin.

2009 wurde ihr dann als erster spanischer Schauspielerin überhaupt der Oscar verliehen- und zwar für ihre Rolle in Woody Allens Film über die Liebe, „Vicky Cristina Barcelona“.

2011 folgte eine weitere Premiere für eine spanische Schauspielerin: Penelope Cruz erhielt einen Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood.

Aber nicht nur beruflich lief es irgendwann richtig rund, auch privat kann sie sich glücklich schätzen. Während der Dreharbeiten zu Vicky Cristina Barcelona angelte sie sich den heißesten Export der Kanaren, Filmschauspieler Javier Bardem und gab ihm 2010 auf den Bahamas ganz im privaten Kreise ihr Ja – Wort. 2011 folgte dann die Geburt ihres ersten gemeinsamen Kindes, Sohn Leo(nardo). Und Kind 2 ist mittlerweile schon im Anmarsch…

 

Text: Claudia Bonacker

 

 

Silvia von Schweden

 – Geburtstagsmädel der Sendung am 23.12.2011 –

Geboren als Silvia Renate Sommerlath am 23.12.1943 in Heidelberg, lebt die schwedische Königin seit über 40 Jahren in Schweden.

Am 19. Juni 1976 heirate sie den bereits zum König ernannten Carl XVI. Gustaf. Am Tag zuvor hatte die schwedische Popgruppe Abba das Lied Dancing Queen in einer TV Sendung zu Ehren des Brautpaars uraufgeführt. Die beiden hatten sich, als Carl Gustaf noch Kronprinz war, bei den olympischen Sommerspielen 1972 in München kennengelernt. Silvia war damals beim Organisationskomitee für die Ausrichtung der Spiele für die Hostessen Ausbildung zuständig.

In Deutschland wie in Schweden gleichermaßen beliebt, setzt sich Silvia neben ihren zahlreichen Repräsentationsaufgaben seit Jahren für benachteiligte und missbrauchte Kinder ein. So gründete sie 1999 die „World childhood foundation“. Diese Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, weltweit für bessere Lebensbedingungen von gefährdeten, bedürftigen und ausgebeuteten Kindern zu sorgen und entsprechende Hilfsprojekte zu fördern. Im Mittelpunkt der Projekte stehen Straßen- und Heimkinder sowie Mädchen und junge Mütter.

Bereits 1990 erhielt sie den „Deutschen Kulturpreis“ für ihren Einsatz für den Behindertensport, 2002 erhielt sie den „Deutschen Medienpreis“ in Baden-Baden und im Jahr 2006 den Ehren-Bambi des Verlagshauses Hubert Burda Media.

Aber dies nicht genug: Silvia ist Empfängerin der unterschiedlichsten Auszeichnungen aus über 20 Ländern. Darunter das von Brasilien verliehene Großkreuz des Ordens vom Kreuz des Südens und der von Dänemark verliehene Elefanten-Orden.

Die vielleicht schönste Auszeichnung erhielt sie auf Antrag ihrer 3 Kinder, nämlich als Kavalier des Ordens des Lächelns. Dies ist eine Auszeichnung von Kindern für Erwachsene, die sich weltweit besonders für das Wohl von Kindern und Jugendlichen engagiert haben.

Ihre Kinder Kronprinzessin Victoria (* 14. Juli 1977), Prinz Carl Philip (* 13. Mai 1979)  und Prinzessin Madeleine (* 10. Juni 1982)  sind sicherlich auch ihr ganzer Stolz. Kronprinzessin Victoria hat sie immerhin schon zur stolzen Großmutter werden lassen mit Enkelkind Estelle und ihre jüngste Tochter Madeleine beschert ihr im nächsten Sommer den zweiten Schwiegersohn.


Text: Claudia Bonacker

 

 

Charles Bronson

– Geburtstags“mädel“ bzw. -mann der Sendung am 3.11.2012 –

 

Charles Bronson, geboren als Charles Dennis Buchinsky am 3. November 1921 in Pennsylvania, verstorben am 30. August 2003 in Los Angeles, war ein US-amerikanischer Schauspieler litauischer Herkunft:

Sein schauspielerischer Erfolg stellte sich erst spät, nämlich 1968 mit dem Westernklassiker „Spiel mir das Lied vom Tod“ des Regisseurs Sergio Leone, ein. Da war Bronson bereits 47 Jahre alt.

Wer hat ihn nicht so vor Augen, als mundharmonikaspielenden Revolvermann, der den Schurken, gespielt von Henry Fonda, schließlich nach gut 2 ½ Filmstunden zur Strecke bringt. Fonda hatte Bronson diesen positiven Part überlassen, und so fand Bronson in dem „schweigsamen Rächer“ ein passgenaues Filmimage, das er noch viele Jahre weiterspielen durfte. Bronsons Filme handelten häufig von Selbstjustiz, so auch sein filmerischer Karrierehöhepunkt aus dem Jahre 1973, „Ein Mann sieht rot“. In diesem Film spielt Bronson einen friedlichen Architekten, der in den Straßen von New York zum Rächer wird, weil seine Frau ermordet und seine Tochter vergewaltigt wurde. Zweiffellos ein spannender Film.

Aber auch im wahren Leben zeigte Bronson Familiensinn – den Namen entlieh er sich einer Brücke in der Nähe der Paramount Studios in Hollywood, um in der McCarthy Ära nicht für einen Russen gehalten zu werden. Er war insgesamt drei Mal verheiratet. Aus seiner ersten (immerhin 19 Jahre dauernden) Ehe mit Harriet Tendler hatte er 2 Kinder. Über 22 Jahre hielt dann die Ehe mit seiner Kollegin Jill Ireland – bis zu deren Tod 1990. Mit ihr spielte er in 17 Filmen und hatte die gemeinsame Tochter Zuleika. Diese war dann auch Haupterbin bei seinem Tod – sehr zum Groll der anderen Mitglieder seiner Großfamilie. Sein Familiensinn kam auch daher, dass er selbst mit insgesamt 14 Geschwistern aufwuchs. Mit insgesamt 7 Kindern (Stiefkinder und 1 Adoptivkind inklusive) konnte er sich folgenden Satz leisten: „Ich habe und brauche keine Freunde – meine Kinder sind meine Freunde.“

Auch wenn Charles Bronson in zahlreichen Filmklassikern in Hauptrollen mitgewirkt hat, wie beispielsweise Vera Cruz (1954), die glorreichen Sieben (1960), gesprengte Ketten (1963) und ein dreckiges Dutzend (1967), war Charles Bronson nie für einen Oscar nominiert oder gewann einen wichtigen Filmpreis. Er blieb reiner Publikums-Star: so erhielt er 1972 zumindest einen Golden Globe in der Kategorie „Beliebtester männlicher Darsteller der Welt“, zusammen mit Sean Connery. Das war Bronson jedoch egal, denn für ihn zählte vor allem der kommerzielle Erfolg. So sagte er auch: „Wir machen keine Filme für die Kritiker, denn die bezahlen keinen Eintritt“, und „Ich bin ebenso eine Ware wie ein Stück Seife, die so gut wie möglich verkauft werden soll.“ Diese Haltung ist sicherlich auf seine entbehrungsreiche Kindheit, Jugend und die ersten Jahre im Filmbusiness zurückzuführen.

Und wir haben ihn am Weltmännertag ausgewählt, weil er unserer Meinung nach ein richtiger Mann war – wie er im Buche steht!

 

Text: Claudia Bonacker