… eine komplette Generation wider

Der kalifornischen Band „Foster the People“ traut man mit ihrer jugendlichen Unbefangenheit gar nicht die tiefsinnigen und mitreißenden Texte zu, die die Zerissenheit einer ganzen Generation widerspiegeln.

Sie setzen mit ihren Songs ein Zeichen gegen Jugendgewalt und sozial isolierte Teenager.

Zum einen liegt es daran, dass Mark Foster in der Highschool gemobbt wurde und Cubbie Finks Cousine eine Überlebende des Amoklaufs an der Columbine Highschool ist. Zum anderen daran, dass „Foster the People“ gar nicht die angesagteste Band von allen sein will, sondern nur die Lieblingsband „von Irgendjemand“.

So ist auch die Lyrik in ihren Songs zu erklären, die an Größen wie Bob Dylan und New Order erinnern. Sie vermitteln ihren Hörern damit eine Art Sicherheit, die schon Jahrzehnte vorher die Seelen ihrer Jünger beruhigten und zugleich in Extase versetzten.

Durch ihre poppige Note und ihren Indie-Elektrosound sind „Foster the People“ auf jedem Festival eine gern gesehene Band. Mark Foster, der Frontmann der Band, fällt vor allem durch seine fast kindliche Stimme und seine spontanen Tanzeinlagen auf. In Fankreisen wird seine Schulter-Fuß-Dancekombination immer wieder mit allerhand Gekreische gefeiert.

Ihre Bekanntheit steigerte die amerikanische Band übers Internetportal Hype Machine aus Brooklyn, New York, und stehen seit 2010 unter Vertrag bei dem Majorlabel Sony/Columbia. 2011 veröffentlichte sie ihr erstes Album „Torches“, und im folgendem Jahr starteten sie eine umfangreiche Tour, bei der sie auch Deutschland einen Besuch abstatteten.

Als „Foster the People“ ein Konzert in der Columbiahalle in Berlin gaben, versammelten sich Fans aus allen Ecken Deutschlands, um dieses Spektakel der Extraklasse zu erleben.

Für 2013 können wir uns ein neues Album wünschen, wenn laut Mark Foster alles gut geht, denn: er möchte sich nun ausschließlich dem Songschreiben widmen.

 

Text: Jenna Stötzer